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Sep 30, 2008

Neue Biomasse-Energieanlage versorgt eigene Werke mit Energie und 3.500 Haushalte mit Fernwärme

St. Veit an der Glan – Am 05. September 2008 hat FunderMax seine neue Energieanlage am Standort St. Veit offiziell eröffnet und gewinnt damit aus biogenen Brennstoffen Wärme und Energie. Somit werden einerseits die eigenen Werke vor Ort mit Prozesswärme und Strom versorgt. Andererseits profitiert St. Veit von der erzeugten Fernwärme, die ins öffentliche Netz gespeist wird.

Steigende Energiekosten und die Verantwortung für die Fernwärme-Versorgung der Bezirkshauptstadt St. Veit haben FunderMax bewogen, die neue Energieanlage auf Basis ökologischer Brennstoffe zu errichten. Rund 21 Mio. Euro investierte das Unternehmen, davon einen hohen Anteil in umweltrelevante Maßnahmen wie modernste Emissionsfilter. Bewusst modern ist auch die äußere Gestaltung der 35 Meter hohen Anlage, für die sich das Architekturbüro spado aus Klagenfurt verantwortlich zeichnet. FunderMax setzt damit seinen Weg fort, Werksgebäude bewusst als architektonische „Landmarks“ zu gestalten. 

 

Verbrennung nachwachsender Energieträger

Rund zwei Drittel der verwendeten Brennstoffe sind nachwachsende Rohstoffe oder gehen auf solche zurück. Dazu zählen anders nicht sinnvoll verwertbare Holzabfälle aus der eigenen Produktion ebenso wie Altholz (zum Beispiel alte Türen oder Dachstühle), Rinden und Waldhackgut. Ein weiteres Viertel der Brennstoffmenge stammt aus Materialen der Abfallwirtschaft und eigenen Papierabfällen. Schließlich werden 10% Klärschlamm aus der örtlichen Kläranlage beigemengt, dessen hoher Energiegehalt ebenfalls anders nicht genützt werden könnte. Im Lauf eines Jahres verwertet die Anlage 140.000 Tonnen Brennstoff. Bei einer Temperatur von mindestens 850 Grad Celsius werden die Stoffe im Kessel verbrannt. Die gewonnene Energie wird dazu genutzt um Wasser in Dampf umzuwandeln. Stündlich werden so 75 Tonnen Wasserdampf erzeugt, die mit 450 Grad Celsius und einem Druck von 65 bar die nachgelagerten Turbinen antreiben. Die Wärme und der von den Turbinen erzeugte Ökostrom werden sowohl für die eigenen Anlagen als auch für die öffentlichen Netze verwendet. 

 

Wichtiger Schritt zur Eigenversorgung mit ökologischer Energie

„Mit unserer neuen Biomasse-Anlage tragen wir einer sauberen und nachhaltigen Energiepolitik Rechnung. Die Anlage wurde nach modernsten Standards geplant und optimiert die Produktionsbedingungen am Standort St. Veit über Jahre hinweg, da FunderMax nun weitgehend energie-autonom geworden sind“, betonte Erlfried Taurer, Geschäftsführer von FunderMax, bei der feierlichen Eröffnung im Beisein von zahlreicher Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.. „Mit der neuen Energieanlage leisten wir auch einen wichtigen Beitrag für ein energiepolitisch modernes und zukunftsgerichtetes St. Veit.“ Die Bau-Genehmigung durch den Gemeinderat erfolgte im Frühjahr 2006. Nach der Grundsteinlegung und dem Aushub für das neue Gebäude Ende 2006, wurden neue Förderstrecken für die Zufuhr der Brennstoffe angelegt. Herzstück der Anlage ist ein stationärer Wirbelschichtkessel, in dem der Brennvorgang und die eigentliche Energieerzeugung erfolgt. 

 

Umfassende Rauchgasreinigung für saubere Abluft

Bei der Verbrennung selbst entsteht Rauchgas, das mit modernsten Technologien gereinigt wird. Umfassende Filterungsmaßnahmen und Messpunkte, die in der Anlage verbaut sind, reduzieren den Schadstoffgehalt auf ein Minimum. Damit wird für einen emissionsarmen Betrieb gesorgt und zugleich laufend dokumentiert, dass die Rauchgasreinigung einwandfrei funktioniert. Die Anlage ist somit von den Brennstoffen über die Energieerzeugung bis zur Abluft ein wesentlicher Beitrag zu verantwortungsvoller und umweltfreundlicher Energieversorgung in St. Veit.

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